Erste Hilfe bei Knochenkot
Der Kot deines Hundes ist sehr fest und sieht vielleicht sogar weißlich aus? Dann sollten bei dir alle Alarmglocken schlagen! Hier kannst du dir einige Erste Hilfe Maßnahmen ansehen und lernen, wie du Knochenkot vorbeugen kannst.
Was du in diesem Artikel erfährst:
- Was ist Knochenkot und wie entsteht er?
- Womit kann ich Entstehung vorbeugen?
- Wie kann ich meinem Hund bei Symptomen helfen?
1. Was ist Knochenkot und wie entsteht er?
Als Hundehalter ist der Kot des Hundes ein sehr sensibles Thema. Wenn dieser plötzlich sehr hell und fest wird oder sogar weißlich aussieht, tritt schnell Verunsicherung ein.
Leider zurecht, denn Knochenkot kann schnell gefährlich werden.
Nimmt dein Hund mit dem Futter zu viel Kalzium auf, dann kann dieses ab einer gewissen Menge nicht mehr verwertet werden und wird mit dem Kot wieder ausgeschieden. Jedoch sorgt das Kalzium dafür, dass der Kot sehr fest und zementartig wird. Das kann für Verstopfungen sorgen und deinem Hund starke Schmerzen bereiten.
An dieser Überversorgung mit Kalzium sind meistens falsch dosierte Mineralpulver oder zu viele Knochen Schuld. Sind Knochen die Ursache, dann entsteht durch unverdaute Splitter noch eine zusätzliche und nicht zu unterschätzende Gefahr für deinen Hund. Diese können ihn innerlich schwer verletzen!
2. Womit kann ich einer Entstehung vorbeugen?
Als wichtigste Maßnahme solltest du immer das Futter deines Hundes genau im Blick haben und seinen Kalziumbedarf kennen. Ist im Hundefutter genügend Kalzium enthalten, solltest du davon absehen ihm Mineralmischungen mit hoher Kalziumdosierung zu geben. Auch Knochenpulver oder andere Präparate wie Algenkalk oder Eierschalenmehl können dann das Risiko für Knochenkot erhöhen.
Wenn du dir unsicher bei der Kalziumversorgung bist, dann informiere dich bei einer Ernährungsberatung für deinen Hund.
Auch bei der Gabe von Knochen musst du sehr aufpassen. Diese ist, wie der Name schon sagt, der häufigste Grund für Knochenkot. Gebe deinem Hund nur geeignete Knochen und diese auch nur in der Menge, die für ihn nötig ist um seinen Bedarf zu decken. Als Alternative für Kauspaß kannst du ihm beispielsweise Kauwurzeln anbieten.
3. Wie kann ich meinem Hund bei Symptomen helfen?
Meistens ist es schon zu spät, wenn man Knochenkot bei seinem Hund bemerkt. Hat dein Hund starke Probleme beim Kot absetzen, Schmerzen und ist der Kot bereits sehr weiß und bröselig, dann solltest du direkt Kontakt mit einem Tierarzt aufnehmen, denn dies ist meist ein Notfall!
Neben der Behandlung solltest du direkt nach dem Auftreten von Knochenkot für einige Tage auf jede Kalziumergänzung verzichten.
Zusätzlich kannst du deinem Hund einige Teelöffel Naturjoghurt geben, um seine Verdauung etwas in Schwung zu bringen.
Auch die Gabe von Paraffinöl oder anderen Ölen kannst du mit dem Tierarzt abstimmen, um deinen Hund bei einer leichten Verstopfung zu unterstützen.