Präbiotika als Wunderwaffe gegen Verdauungsprobleme

Hier erfährst du, warum Präbiotika so viel mehr als nur ein Futterzusatz sind und wie sie die Verdauung deines Hundes wieder in Schwung bringen können.

Was du in diesem Artikel erfährst:

  1. Was sind Präbiotika und wie wirken sie?
  2. Übersicht geeigneter Präbiotika
  3. Wann sollte ich sie einsetzen und wie?

1. Was sind Präbiotika und wie wirken sie?

Präbiotika sind Substanzen, die der Hundekörper nicht selbst verdauen kann.  Dafür dienen sie jedoch den nützlichen Bakterien im Darm deines Hundes als Nahrung. Im Gegensatz zu Probiotika, die lebende Mikroorganismen enthalten, sind Präbiotika unverdauliche Ballaststoffe, die in Lebensmitteln wie Bananen, Topinambur, Äpfeln oder Karotten vorkommen. Präbiotika wandern  durch den Verdauungstrakt weitestgehend unverändert bis zum Dickdarm, wo sie von nützlichen Darmbakterien fermentiert werden. Diese Fermentation führt zur Produktion von kurzkettigen Fettsäuren, die eine entzündungshemmende Wirkung haben und den Darmzellen ebenfalls als Energiequelle dienen. Präbiotika können auch die Aufnahme von Mineralien und die Regulierung des Blutzuckerspiegels unterstützen. 

2. Übersicht geeigneter Präbiotika

Es gibt mehrere Mittel, die für Hunde geeignet sind.

Darunter zählen beispielsweise Flohsamenschalen, welche stark quellfähige Ballaststoffe enthalten. Im Darm binden diese Wasser und dadurch verändert sich zusätzlich die Konsistenz und das Volumen des Kotes. Zusätzlich entsteht eine schützende Schleimschicht für den Verdauungstrakt.
Pektin ist ein löslicher Ballaststoff, der in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommt und im Darm als Nahrung für nützliche Bakterien dient.
Das Inulin ist ein weiterer löslicher Ballaststoff, der in vielen Pflanzen vorkommt, wie z.B. Chicorée und Artischocken. Es fördert das Wachstum von Bifidobakterien im Darm, die für eine gesunde Darmflora wichtig sind.
FOS (Fructooligosaccharide) zählen zu den am besten untersuchten Präbiotika. Sie sind kurzkettige Kohlenhydrate, die im Darm nicht verdaut werden können und als Nahrung für nützliche Bakterien dienen.
Auch MOS (Mannanoligosaccharide) sind kurzkettige Kohlenhydrate, die als Nahrung für nützliche Bakterien im Darm dienen und gleichzeitig das Wachstum von unerwünschten Bakterien hemmen können.

3. Wann sollte ich sie einsetzen und wie?

Die Einsatzgründe für Präbiotika können sehr verschieden sein. Als Darmaufbau nach Antibiotikagabe oder zur Regulierung der Verdauung bei Durchfall oder Blähungen. Aber auch zur Unterstützung des Immunsystems bei Allergien und zur allgemeinen Darmsanierung können sie wahre Wunderwaffen sein. Die Gabe von Präbiotika sollte jedoch gut durchdacht sein und Menge, Dauer der Gabe und geeignete Mittel sind bei jedem Hund individuell. Deshalb solltest du dies mit deinem Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Ernährungsberater genau besprechen, um das richtige Präbiotikum auszuwählen.